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Erfolgreiches Rekrutieren von Ärzten und Ärztinnen - Insider Tipps von Stephanie Indlekofer (Recruiting Expert)

Expertentipps von Stephanie Indlekofer – und warum du auf die richtigen Kanäle setzen musst

Der Wettbewerb um medizinische Fachkräfte ist intensiv. Wie erreichen Arbeitgeber heute die richtige Zielgruppe – und zwar effizient?

Stephanie Indlekofer, Recruiting Expert am Universitätsspital Zürich, erklärte in unserem Medicus Webinar, welche Massnahmen Ärzt:innen wirklich erreichen und wie Arbeitgeber ihre Rekrutierung modern aufstellen können. Wir haben euch die wichtigsten Punkte hier nochmals zusammengefasst.

1. Die perfekte Mischung: Sichtbarkeit auf vielen Ebenen

Erfolgreiches Recruiting ist Multichannel, denn Ärzt:innen bewegen sich nicht alle am selben Ort.

Die Erfolgsformel:

Karrierewebseite + starke Jobplattformen + Direktansprache

  • Karrierewebseite stärken und SEO priorisieren

  • Automatische Ausspielung auf starken, spezialisierten Plattformen

  • Direktansprache auf LinkedIn – vor allem bei spezialisierten Profilen

Was du dir sparen kannst:

  • Klassische Printinserate - kaum messbar, wenig Wirkung.

Für kleinere Praxen:

Starte mit SEO, spezialisierten Karriereplattformen und LinkedIn – wenig Ressourcen, hoher Effekt.

Ohne gute Sichtbarkeit der Webseite verliert man potenzielle Bewerbende direkt beim ersten Schritt.

2. Datenbasiertes Recruiting: Nur was messbar ist, kann verbessert werden

Mit Tracking wird schnell klar:

  • Welche Kanäle liefern Bewerbungen?

  • Wo kommen passende Ärzt:innen her?

  • Wofür lohnt sich das Budget?

Daten erleichtern Entscheidungen enorm – und sparen Kosten.

Schon einfache Datensammlungen (Excel) helfen, den richtigen Fokus zu finden. Mehr zu relevanten Kennzahlen findest du in diesem Artikel.

3. Stellenanzeigen: Kurz, klar, zielgerichtet

Ärzt:innen haben wenig Zeit. Die wichtigsten Informationen müssen daher sofort ersichtlich sein:

Do's bei Stellenanzeigen:

  • Fachgebiet, Pensum & Standort im Titel

  • Zielgruppengerechte Sprache (Fachgebiet beachten - in der Chirurgie spricht man anders als in der Dermatologie)

  • USP ehrlich hervorheben (z.B. Weiterbildung, Teilzeit, Spezialisierung, Teamdynamiken)

Don'ts bei Stellenanzeigen

  • Floskeln ohne Inhalt (z.B. familiäres Umfeld)

  • Lange Textwüsten

  • Unrealistisch lange Wunschlisten

Cut the bullshit. Je konkreter, desto besser.

Steffi's Pro Tipp für Arbeitgeber:

Definiere für jede Stelle ein Wunsch- (ideale Besetzung) sowie Minimalprofil (realistisch besetzbar). Das schafft Klarheit und verhindert Recruiting-Frust. Falls die Ausschreibung mit dem Idealprofil nicht erfolgreich ist, lohnt sich auch mal eine Ausschreibung mit dem Minimalprofil.

Männer bewerben sich eher, auch wenn sie nicht alle Anforderungen erfüllen. Frauen meist nur, wenn sie 100% passen. Mit dem Minimalprofil erreichen wir auch jene, die vielleicht nicht ganz alles erfüllen, aber persönlich ein guter Fit sind.

4. Bonus: LinkedIn – unterschätzter Hebel in der Ärzteschaft

LinkedIn wird in der akademischen Medizin immer relevanter. Ärzt:innen sind immer mehr auf der Plattform, da der Wissensaustausch vermehrt da stattfindet.

Je sichtbarer die Ärzt:innen und Kliniken auf LinkedIn sind, desto weniger müssen wir in Inserate investieren.

Was Arbeitgeber tun können:

  • Workshops anbieten, wie man ein Linkedin-Profil einrichtet

  • Privatsphäre-Einstellungen erklären

  • Hemmschwellen abbauen und Postings üben

  • Wissenschaftskommunikation fördern

LinkedIn pusht nicht nur Rekrutierung, sondern auch auf einfache Art und Weise die Reputation des Unternehmens.

Webinar Aufnahme

Das ganze Webinar ist auf Anfrage als Aufzeichnung erhältlich. Melde dich hierzu gerne direkt bei uns unter [email protected].

Stephanie Indlekofer

Recruiting Expert am Universitätsspital Zürich

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